Evangelisch-Methodistische Kirche "Oberes Vogtland"

Christuskirche Oelsnitz, Dr.-Friedrichs-Straße 35

 
 
   
 

Geschichtliches

 
 

 

         
 
Kindermusikal 2006
Daniel Kallauch 2008
 
Jesus Christus - die einzige Chance
       
     
 

Am Abend ging ich sehr ungern in eine Gemeinschaft in der Aldersgatestraße, wo Luthers Vorrede zu dem Brief an die Römer gelesen wurde. Ungefähr ein Viertel vor neun Uhr, als man an der Stelle war, wo er die Veränderung beschreibt, welche Gott durch den Glauben an Christus im Herzen wirkt, da wurde es mir seltsam warm ums Herz. Ich wurde inne, dass ich für das Heil meiner Seele wirklich auf Christus vertraute, auf Christus allein. Dazu wurde mir die Gewissheit geschenkt, dass er meine Sünden, ja gerade die meinigen, weggenommen und mich vom Gesetz der Sünde und des Todes erlöst habe. ¹

So schrieb John Wesley am 24. Mai 1738 in London in sein Tagebuch. Der am 17. Juni 1703 geborene anglikanische Pfarrer und Universitätslehrer erfuhr und bejahte die Zusage für sein Leben: Jesus Christus - die einzige Chance. Damit war der Grund gelegt für den Zweig der weltweiten christlichen Erweckungsbewegung, der uns unter dem Namen evangelisch-methodistisch bekannt ist. Sie breitete sich zunächst im England des 18. Jahrhunderts aus und hatte im Zeitalter der ersten "Industriellen Revolution" neben der heilbringenden und gemeinschaftsfördernden besonders auch große soziale Bedeutung. Als er bereits im hohen Alter war, hieß es über ihn: Was sollen wir billigerweise für Gottes Ziel halten, als er die sogenannten methodistischen Prediger einsetzte ? Nicht die Bildung einer neuen Sekte, sondern die Reform der Nation - besonders der Kirche - und die Ausbreitung schriftgemäßer Heiligung über das Land. ² Mit der Besiedlung Nordamerikas durch viele europäische Einwanderer, besonders aber englische, wurde dort die methodistische Kirche mit einer bischöflichen Leitung organisiert. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts kam sie über Heimatkontakte deutscher Einwanderer in Amerika und die Rückkehr weniger von ihnen in die alte Heimat nach Deutschland. Die Anfänge für unsere Region waren 1850 auf dem Rittergut der Wunderlich`s in Rüßdorf, in einer Schleife der Weißen Elster nördlich von Greiz gelegen. Gleichsam dem Flusslauf der Elster aufwärts kam die Bewegung über Elsterberg und Plauen auch nach Oelsnitz.

In den Jahren 1901 - 1903 zogen methodistische Gemeindeglieder (die Oelsnitzer Gründerfamilien) aus Plauen, Reichenbach und Netzschkau, sowie aus Schönheide und Obercrinitz im Erzgebirge in die damals aufstrebende Industriestadt und ihre unmittelbare Umgebung, die meisten waren im Stick-Gewerbe tätig. Vor Ort wurden sie unter ihren Arbeitskollegen und Mitbewohnern missionarisch. Sie mieteten in der damaligen Wilhelmstraße 53 einen Raum. Dort hielt von Plauen aus der zu dieser Zeit auch für das gesamte "Oberland" zuständige Prediger Engelbert Wunderlich am Sonntag, 15. Juni 1902 den ersten Gottesdienst. Dies gilt als Gründungstag der Gemeinde. Auf der Grundlage dieses Datums beging nach vorliegenden Unterlagen die Gemeinde 1927 (25), 1932 (30), 1952 (50), 1962 (60) und 1977 (75) Jubiläen.

¹ Johannes Wesleys Tagebuch, Anker-Verlag Frankfurt/Main 1954, zum 24.05.1738

² "Großer Bericht", 1789, in J. Wesley, Works VIII, 299

 
 
 
 
             
 

Liste der Pastoren (in früherer Zeit "Prediger") einschließlich Hilfsprediger
seit 1902 bis Heute:

 
     
 

Oelsnitz als Filiale des Gemeindebezirkes Plauen:

In diesem Haus fand der erste Gottesdienst statt

In diesem Haus Wilhelmstraße 53 (heute August-Bebel-Straße) war von 1902 bis 1905 der erste Gemeinderaum gemietet.

Bis 1902 Engelbert Wunderlich
1902 - 1905 Ingwer Bendixen
1904 - 1905 Martin Funk als Hilfsprediger

 
     
 

Gemeindebezirk Adorf - Oelsnitz:

Als zweites Domizil diente dieses Haus in der heutigen Pestalozziestraße

In diesem 1905 von Bruder Ernst Winkler erbauten Haus Friedrichstraße 23 (heute Pestalozzistraße) war von 1905 bis 1950 der Kirchensaal gemietet.

Der Posaunenchor um 1928

Posaunenchor Oelsnitz 1928

 
     
  1905 Friedrich Klein als Hilfsprediger
1905 - 1908 Otto B. Schneider
1908 - 1910 August Hillner
1910 - 1916 Friedrich Bröske
1916 - 1918 Friedrich Spiegel
1918 - 1924 Robert Schuldt
1924 - 1928 Hermann Enge
1928 - 1930 Hilmar Wurzbacher
1930 - 1939 Reinhold Hagenloh
1939 - 1946 Fritz Dürr
 
     
 

Gemeindebezirk Oelsnitz:

Aufgrund steigender Gliederzahlen musste 1950 ein größeres Kirchengebäude her

Neues Gemeindezentrum 1950 "Christuskirche" Dr.- Friedrichs-str. 35 erworben und umgebaut aus früherem Wirts- und Lichtspielhaus

Als der Frauenkreis noch gut besucht wurde: 1952

Frauendienst 1952 mit Pastor Fritz Dürr

Von dieser Kinderanzahl sind wir heute noch beeindruckt, aber wir arbeiten daran

Sonntagschulfest 1956 im Kirchengarten Stephanstraße

 
     
  1947 - 1953 Fritz Dürr
1953 - 1957 Alfred Schenker
1957 - 1964 Albert Weiß
1963 - 1964 Volker Schädlich als Hilfsprediger
1964 - 1970 Martin Lange
1970 - 1976 Helmut Trommer
1976 - 1988 Friedwalt Petzold
1988 - 1997 Dr. Karl Zehrer
1997 - 1999 Andreas Günther
 
     
 

Nach fast 50-jähriger Dienstzeit, wurde eine Komplettsanierung nötig

1998/99 mußte das ab 1860 erbaute Eckgrundstück gründich saniert werden, der Umfang der Arbeiten kam fast einem Neubau gleich

Auch Innen wurde fast kein Stein auf dem Anderen gelassen

Juni 1998: der Dachstuhl vom Wohnhaus ist abgetragen.

 
     
  1997 - 1998 Beate Saalmüller-Bernstein als Mitarbeiterin im Gemeindedienst
1999 - 2003 Rudolf Endler
 
     
 

Gemeindebezirk Oelsnitz unter Verwaltung des Gemeindebezirkes Plauen:

So erstrahlt unser Gotteshaus heute in voller Bracht

Im neuen Jahrtausend: so sieht die Christuskirche heute aus Richtung Sparkasse aus

Ohne das noch hier vorhandene Grünzeug sieht man die Kirche noch viel besser

Juni 1998: der Dachstuhl vom Wohnhaus ist abgetragen.

 
     
  2003 - 2005 Andreas Günter
2003 - 2006 Tobias Fischer (Pastor auf Probe)
2005 - 2008 Thomas Roscher
 
             
     
Gemeindebezirk Oelsnitz unter Verwaltung des Gemeindebezirkes Schöneck/Adorf-Markneukirchen :
     
             
2008 Friedemann Trommer

 

 
             
     
Gemeindebezirk "Oberes Vogtland"
     
             
      seid 2009 Friedemann Trommer