Gemeindebrief April / Mais

der St. Jakobikirchgemeinde Oelsnitz/Vogtl. und für Unterwürschnitz, Taltitz und Tirpersdorf.



Indem Johannes der Täufer Jesus als das Lamm Gottes bezeichnet, spielt er auf die Rolle der Passah-Lämmer an, deren Blut beim Auszug der Israeliten aus Ägypten als Schutzzeichen vor dem Todesengel an den Türpfosten gestrichen wurde. In unserem Bild symbolisiert das aus dem Herzen des Lammes strömende und in einem Kelch aufgefangene Blut diesen Akzent, der mit den Worten Jesu beim Letzten Abendmahl: „das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ verbunden wird. Doch unser Glaube bleibt nicht beim Opfer stehen. Das Lamm trägt die kreuzgeschmückte Siegesfahne als Zeichen der Auferstehung, als Symbol des Sieges Christi über den Tod.
Das unschuldige Leiden und Sterben Jesu und sein Sieg über den Tod – davon spricht das Osterlamm. Es symbolisiert das „göttliche Rezept“ zu unserer Rettung, zu unserem Heil. Das dürfen wir uns ruhig auf der Zunge zergehen lassen, das darf uns durch Leib und Magen gehen – es gibt nichts Wichtigeres.

Michael Tillmann





Liebe Leserinnen und Leser,

Drei Bäume wuchsen miteinander auf. Jeder wollte der Schönste, Beste und Wichtigste werden. Der erste Baum hatte als Lebenstraum, dass er einmal das schönste Möbelstück der Welt werden wollte, der zweite träumte davon, einmal das edelste Schiff zu werden und der dritte schließlich, dass er das stabilste Fundament der ganzen Welt werden würde.
Eines Tages wurde der erste Baum gefällt und wurde zu einer schlichten Futterkrippe verarbeitet. So stand er jahrelang in einem Stall herum. Dann kamen junge Leute und legten ein kleines Kind hinein. In dieser Nacht hörte der Baum von ferne einen Engelchor: Euch ist heute der Heiland geboren, er liegt in einer Krippe. Da verstand er mit einem mal, wer in ihm lag. So war sein Lebenstraum ganz anders in Erfüllung gegangen.
Auch der zweite wurde gefällt. Er wurde zu einem Fischkutter verbaut und kam in die Jahre. Er hatte viele Macken und Kanten bekommen, so manchen Sturm erlebt und einige male beinahe untergegangen. Eines Tages kam ein junger Mann stieg in den Fischkutter und predigte von Gott. Jahre später war er voll mit Menschen und die sangen ein Lied: "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt" Da spürte er, dass er trotz seiner kümmerlichen Gestalt zum edelsten Schiff geworden war.
Zuletzt wurde auch der dritte Baum gefällt, weil man gerade ein Kreuz brauchte, um einen Menschen zu kreuzigen. Ein Holzbrett war noch übrig und da schrieb jemand darauf. "Jesus aus Nazareth, König der Juden." So war er zum Kreuz geworden, an dem Jesus Christus hing, um die Menschheit zu erlösen.
Wir singen in der Passionszeit ein Lied, und das fängt so an: Du schöner Lebensbaum des Paradieses, gütiger Jesus, Gotteslamm auf Erden. Du bist der wahre Retter unsres Lebens, unser Befreier. (EG 96,1) Doch wie bei der Geschichte von den drei Bäumen ist auch das Leben und die Erlösung von Jesus so ganz anders, als wir uns das vorstellen. Wenn wir voller Dankbarkeit Karfreitag und Ostern feiern, dann darum, weil wir am Kreuz von Golgatha einen Ort haben, an dem wir bis zum heutigen Tag unsere Schuld abladen können. Und seit Ostern gibt es diese unüberwindbare Hoffnung für uns: Auferstehung der Toten und ewiges Leben bei Gott.
Seit Pfingsten verkündigt die Kirche Jesu Christi dieses Evangelium. Durch Gottes Geist erreicht es unsere Herzen bis zum heutigen Tag und so ist Kirche das "Schiff, das sich Gemeinde nennt". Wir in den Schwesterkirchgemeinden sind dieses Schiff, das sich Gemeinde nennt. Diese Freude über Gottes Rettungstat wünsche ich Ihnen, liebe Gemeinden.

Ihr Pfarrer Andreas Schlotterbeck

Informationen und Einladungen

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Impressionen von der Einführung unseres neuen Pfarrers










Vogtländischer Kirchentag - 01.07.2012

Am Sonntag, dem 1. Juli 2012 feiern wir in Plauen einen Vogtländischen Kirchentag. Das Thema ist Hoffnung und Licht. Darum unser doppeldeutiges Motto und Logo „hoffenlicht„.
Träger sind die beiden Ev.-Luth. Kirchenbezirke Auerbach und Plauen im Vogtland. Mit dabei sein werden Kirchgemeinden aus den Nachbarregionen, die ebenfalls zum Vogtland gehören: aus Bayern, Thüringen und Tschechien. Viele Veranstaltungen werden deshalb auch zweisprachig sein.

Dieser Kirchentag soll die Verbundenheit untereinander stärken und ein Fest für die Christen im Vogtland werden. Dabei sind uns Gäste herzlich willkommen. Vor allem wollen wir unsere Mitchristen aus Allianz und Ökumene ganz herzlich dazu einladen.

Am Samstag, dem 30. Juni 2012 gibt es Auftaktveranstaltungen in verschiedenen Regionen des Vogtlandes: In Auerbach, in Greiz, in Klingenthal, in Limbach, in Oelsnitz, in Pausa und in Plauen.
In Plauen wird das beispielsweise eine Jugendnacht in und um die Versöhnungskirche sein, in Klingenthal treffen sich alle zu einem „Fröhlichen
Beisammensein“ mit tschechischen Gästen auf dem Marktplatz. Pausa kennen alle als den Ort, wo die Erdachse aus dem Boden ragt.
Am Sonntag, dem 01.Juli 2012 treffen sich dann alle in Plauen - ab 10:00 Uhr zu Gottesdiensten - in der Zwischenzeit zu Gesprächs- und Themenangeboten, zu Konzerten usw. - um 15.00 Uhr zu einer großen Abschlussveranstaltung auf dem Johanniskirchplatz.
Viele werden in diesen beiden Tagen mitwirken. Auch unser Landesbischof Jochen Bohl ist bei Veranstaltungen als Prediger und Gesprächspartner dabei.

Unsere Einladung gilt: Besuchen Sie die Auftaktveranstaltungen am Samstag.

In Oelsnitz findet an diesem Tag um 18:00 Uhr auf dem Marktplatz ein Open Air Gottesdienst statt.

UND KOMMEN SIE AM SONNTAG NACH PLAUEN!!









"Pfingsten: Die Liebe Gottes ist ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Röm. 5,5)



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