|
Rettungsring des Glaubens
Der Adventskranz ist ein Ring. Ein Ring, wie der Ehering, ohne Anfang und ohne Ende, verheißungsvolles Vorzeichen dessen, der war und der ist und der kommen wird. Weihnachten ist Einbruch des Ewigen: Christus, der vor aller Zeit war, ist an Weihnachten geboren. Ein Ring wie ein Rettungsring, so sagte es einmal der Dominikaner Ulrich Engel. Christ, der Retter ist da. Er wirft uns den Rettungsring zu, so wie er den versinkenden Petrus packt. Schiffbrüchige brauchen den Ring. Schiffbrüchige im Glauben, die den Boden unter den Füßen verlieren: Ihnen, uns allen, wirft Christus den Rettungsring zu. Einer ist da, der eintaucht in mein Leben und mir seine rettende Hand hinhält wie einen Rettungsring.
|
|
|
Liebe Leserinnen und Leser !
Als 1924 die beiden Bergsteiger Mallory und Irvine von ihrem Versuch, den Mount Everest zu besteigen, nicht mehr zurückkehrten, hat die Mutter von Irvine es nicht glauben können, daß ihr Sohn sein Leben gelassen hatte.
Bis an ihr Lebensende hat sie jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Kerze ins Fenster gestellt als Willkommensgruß für den, der, so glaubte sie fest, eines Tages wiederkommen würde.
Wenn in diesen Tagen wieder die Lichter in unseren Fenstern leuchten, dann geht das auf einen alten Bergmannsbrauch zurück, aber dahinter steckt das Gleiche wie bei der Mutter des verschollenen Bergsteigers:
Hoffnung darauf, daß ein geliebter Mensch zurückkommt und ihm ein Licht zeigt: da bist du zuhause, da ist es hell und warm, da wartet jemand auf dich.
Längst gibt es hier bei uns keine Bergleute mehr. Und längst ist der Brauch kein Bergmannsbrauch mehr. Aber für uns sollte er auch nicht einfach ein Brauch sein, sondern Ausdruck einer Lebenseinstellung: Wenn Christus kommt, soll er uns bereit finden. Ein Licht soll ihm entgegenstrahlen, das ausdrückt: wir schlafen nicht. Wir heißen dich willkommen. Unser Leben soll so hell, klar und einladend sein wie dieses Licht, damit sich Gott bei uns wohlfühlt. Der Grund dafür ist die Hoffnung. Die Hoffnung, die die Mutter des Bergsteigers zeit ihres Lebens nicht aufgab und die auch wir Christen nie aufgeben sollen.
Eine gesegnete Adventszeit und ein friedvolles Christfest wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Seltmann im Namen der Verantwortlichen
|
|
|
Jesus Christus spricht:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
2. Korinther 12,9
|
|
|
Gedanken zur Jahreslosung 2012
Diese Worte werden uns im kommenden Jahr als Jahreslosung begleiten. Sie sollen uns nicht nur Lese-, sondern Lebenswort (Luther) sein.
Vor den Worten der Jahreslosung steht: Lass dir an meiner Gnade genügen. Es sind Worte, die der Auferstandene Christus an Paulus richtet - als Antwort auf sein Gebet um Heilung.
Ihm wurden damals von Wandermissionaren mangelnder Geistbesitz und fehlende Wundertaten vorgeworfen, die mit seinen Predigten einher zu gehen hätten.
Paulus Antwort darauf ist seine Narrenrede. Darin stellt Paulus die Verhältnisse auf den Kopf. Denn Gottes Welt steht quer zu unserer Welt. Er rühmt also nicht seine Stärke, sondern seine Schwachheit. Auf diese Weise will Paulus den Blick auf die Kraft Gottes lenken, die ihn in vielen gefährlichen Situationen am Leben erhielt: Es ist nicht seine, sondern Gottes Kraft, die Paulus sein Wirken überhaupt ermöglicht. Er will von nun an seine Schwachheit auf allen Ebenen des Lebens annehmen, um Christus immer ähnlicher zu werden und in seine Nachfolge zu gelangen: Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
2. Kor. 12,9b Diese Schlussfolgerung des Paulus hatte zur Folge, dass er über allen Anfechtungen und
ungerechtfertigten Erwartungen stand. Immer wenn es besonders unerträglich wurde, kam er Jesus besonders nahe. Mit Geburt, Kreuz und Auferstehung Christi hat sich das Himmelreich geöffnet eine Welt jenseits des Erfolges, in der die Schwachen selig gepriesen werden.
Diese Erkenntnis, Schwächen anzunehmen, sei uns mit in das Jahr 2012 gegeben, das mit vielen Herausforderungen auf uns wartet. Unsere Schwächen und Niederlagen können wir als Chance begreifen, um uns auf Gott zu besinnen. Nur so können wir lernen, uns nicht auf uns selbst, sondern auf Gott zu verlassen. Nur so werden wir Jesus immer ähnlicher. Denn er hat uns vorgelebt, dass er sich immer auf seinen Vater verlassen hat - besonders dann, wenn es schwer wurde.
Die Jahreslosung lädt uns ein, in Verbindung mit Christus zu lernen, mit unseren Schwächen zu leben und damit sogar stark zu werden. In diesem Sinne sagte Dietrich Bonhoeffer: Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber es gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.
Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes Jahr 2012,
Ihre Pfarrerin Beatrice Rummel
Foto: Volker Schuhmaier - Fotolia
Gott kommt uns entgegen ...
... er macht den ersten Schritt auf uns zu. Er will die Trennung zwischen ihm und uns genauso überwinden wie die Trennung untereinander. Gott macht den ersten Schritt. Er will bei uns ankommen, möchte dass wir Advent erleben. Er begegnet uns mit seiner Güte. Und diese Güte leitet uns zur Buße. Buße bedeutet Umkehr. Umkehr zu Gott. Umkehr auf dem Weg, der mich weg von ihm, aber auch von meinem Mitmenschen führt. Umkehr von den vielen Dingen, die es noch zu erledigen gilt, hin zum Wesentlichen. Umkehr bereitet Gott den Weg.
|
|
|
Informationen und Einladungen
|
|
|
Aus dem Gemeindeleben unserer Schwesterkirchen
Erntedankgottesdienst in Willitzgrün am 02.10.2011
 Auch in diesem Jahr feierten wir als Kirchgemeinde Unterwürschnitz unseren Erntedankgottesdienst gemeinsam mit der Agrargenossenschaft Tirschendorf e.G. und vielen Christen aus der Region. Wir sind sehr dankbar für das schöne Wetter, das uns Gott diesmal geschenkt hat. Bei Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen füllte sich das große Festzelt am 02. Oktober recht schnell. Es begrüßten uns die Bläser der Kirchgemeinde Werda, unter der Leitung von Kantor Klaus Reinhold. Sie gestalteten den Gottesdienst musikalisch und nahmen uns mit in das Lob Gottes. Es war sehr schön an diesem Erntedanksonntag, so viele Menschen aus der Region gemeinsam Erntedankgottesdienst feiernd zu erleben.
 Zum Schluss noch einmal ein herzlicher Dank an die Agrargenossenschaft Tirschendorf e.G., insbes. Herrn Schulz und Frau Georgi, die manches mit organisiert haben, sowie den Werdaer Bläsern und Pfr. Schmutzler. Pfarrer Schmutzler aus Waldkirchen hielt uns die Predigt. Er erinnerte uns daran, dass Erntedank unseren Blick als erstes auf Gott selbst lenkt, der letztlich der Ursprung aller guten Gaben ist.
 Pfr. Schmutzler ermutigte uns zu einem Lebensstil der Dankbarkeit gegenüber Gott, aus dem heraus dann praktische Schritte des Dankes folgen werden das mit anderen Menschen Teilen.
Jens Perchalla, Unterwürschnitz
|
|
|
|
|
|
|
|