Kirchgemeinde Taltitz t

Die Kirchgemeinde Taltitz ist in mehrere Hinsicht etwas besonders. Sie ist eine der kleinsten Kirchgemeinden Sachsens mit zur Zeit 157 Gemeindeglieder. Ganz aktiv ist hier der Kirchenvorstand, der aus 5 Personen besteht. Von Anfang an gehörte Taltitz übrigens zur Ephorie Plauen. Erst 1879 kam die Gemeinde zur Ephorie Oelsnitz. Das geschah damals im Zuge einer ephoralen Strukturreform. Wurde im Jahr 1840 die damalige Ephorie Oelsnitz geteilt in Oberland und Unterland, wurde diese Aufteilung 1879 wieder aufgehoben. Es kam sogar die erst 1838 gegeründete Ephorie Auerbach zur Ephorie Oelsnitz und eben auch die Kirchgemeinde Taltitz.

Ganz aktiv ist in Taltitz die Kinder und Jugendarbeit unter der Regie von Beate Hofmann. Zur Zeit hat der Kirchenvorstand ein großes Projekt angefangen, eine umfassende Außensanierung der Kirche. Da in diesem Zug auch alter Putz von der Fassade abgeschlagen wurde, kam zum Vorschein, dass die Taltitzer Kirche im Lauf der Jahrhunderte zweimal vergößert wurde.


Da ist der ganz alte Grundbestand, der wohl ins 12. Jahrhundert zurückgehen dürfte, dann wurde die Kirche in späterer Zeit nach Osten hin verlängert und zugleich wurde der Turm gebaut. In barocker Zeit schließlich wurde der Altarraum nochmals vergrößert, damit die jetzige Orgel eingebaut werden konnte.

jHistorisches
Der „Kleine Taltitzer Kirchenführer“ aus dem Jahr 1999 berichtet von einer Marienkapelle, die vermutlich um 1300 der Zerstörung zum Opfer fiel. Es kann das Bestehen einer Kirche in Taltitz zu Ende des 13. oder anfangs des 14. Jahrhunderts aber nur daraus gefolgert werden, dass den mächtigen deutschen Ordensrittern das Patronatsrecht über die Kirche zu Taltitz zustand. Als erster Pfarrer von Taltitz wird ein gewisser Cunrad (Conrad) im Jahr 1343 genannt. In diesem Dokument bewilligt der Compthur des Deutschen Hauses zu Plauen die Trennung der Kirchgemeinde Planschwitz von Taltitz.

Im Jahr 1683 erhielt die Kirche durch den damaligen Besitzer von Taltitz und Amtmann in Plauen, Wolfgang Ferber, in Gemeinschaft mit dem Besitzer von Dobeneck eine wesentliche Veränderung, indem sie nicht bloß durch den eben angedeuteten Anbau um so viel, als jetzt der Chor- und Orgelraum beträgt, verlängert, und mit einem unter demselben befindlichen Erbbegräbnis versehen; sondern auch durch Aufstellung eines neuen Altars und einer neuen Orgel, so wie durch Wappenschilder und Gemälde an Decke und Emporen, freilich alles im Geschmack jener Zeit, verschönert, außerdem aber noch von W. Ferber mit silbernen und vergoldeten Altargefäßen besonders beschenkt wurde.